Leitfaden zur Auswahl der Dosierer

Was Sie bei der Wahl des richtigen Dosierers für Ihr Einsatzgebiet berücksichtigen sollten

K2 Moduar S-60 single screw volumetric feeder

Coperion K-Tron bietet eine umfassende Palette an Dosiergeräten für die Prozesstechnik. In der folgenden Übersicht werden die verschiedenen Dosiersysteme kurz beschrieben. Dies soll Ihnen dabei helfen, das für Sie geeignete Gerät zu finden.

Verwenden Sie volumetrische Dosierer für Materialien mit gleichbleibender Schüttgutdichte

Volumetrische Dosierer regeln den Materialfluss durch Ausstoßen eines konstanten Materialvolumens. Sie eignen sich besonders dann, wenn das Schüttgewicht konstant bleibt, die langfristige Dosiergenauigkeit nicht entscheidend ist und die Leistung des Dosiergeräts nicht dokumentiert werden muss. Coperion K-Tron bietet 2 Arten von Schnecken-Dosierern an: den wirtschaftliche, volumetrische Einfachschnecken-Dosierer und den volumetrischen Doppelschnecken-Dosierer für schwierig zu handhabende Materialien. Für frei fliessende Materialien bietet die Bulk Solids Pump (BSP), die u. a. mit einer Auszeichnung versehen wurde, eine perfekte, lineare und höchst genaue Dosierung, welche die Leistung aller anderen Dosierer übertrifft und dennoch wirtschaftlich ist, sowohl in der Anschaffung als auch im Einsatz.

Verwenden Sie volumetrische Dosierer für die Gain-in-Weight-Chargendosierung (GIW)

Bei der Gain-in-weight Chargendosierung wird das Material nacheinander von den volumetrischen Dosierern in einen Wägetrichter entleert. Dadurch entsteht eine gewichtbasierte Mischung. Eine höhere Genauigkeit und kürzere Dosierungszeiten lassen sich mit Differential-Dosierwaagen erzielen.

Verwenden Sie gravimetrische Dosierer für mehr Kontrolle, langanhaltende Genauigkeit und kontinuierliche Verfahren

Gravimetrische Dosierer kontrollieren den Materialfluss anhand des Gewichts und benötigen daher eine Waage. Die gravimetrische Dosierung bietet eine höhere Dosiergenauigkeit als die volumetrische Dosierung. Gravimetrische Dosiergeräte bieten nicht nur eine höhere Prozessqualität, sondern ermöglichen auch die Dokumentation des Materialgehalts im Endprodukt. Gravimetrische Dosierer – auch unter dem Namen Gewichtsdosierer bekannt – stellen eine wichtige Basistechnologie für die Beschickung von Schüttgut in vielen kontinuierlichen Prozessen dar.

Zwei Arten von Gewichtsdosierern

Bei der gravimetrischen Dosierung haben Sie die Wahl zwischen Dosierbandwaagen und Differential-Dosierwaagen. Jede Variante verfolgt eine unterschiedliche Arbeitsweise beim Abwiegen des Materialflusses und bietet somit verschiedene Vorteile. Die richtige Wahl hängt von Ihren entsprechenden Anforderungen ab.

Coperion K-Tron Smart Weigh Belt Feeder

Dosierbandwaagen eignen sich für die gravimetrische Dosierung mit höheren Dosierleistungen oder bei eingeschränkten Platzverhältnissen.

Bei Dosierbandwaagen wird das Material aus einem Zufuhrtrichter extrahiert und bildet so eine Materialschicht auf dem Band. Während das Material sich auf dem Band entlang bewegt, wird es kontinuierlich gewogen, und die Bandgeschwindigkeit wird so angepasst, dass die gewünschte Materialflussstärke am Ende des Bandes beibehalten wird.

Dosierbandwaagen eignen sich am besten für Granulate. Sie ermöglichen hohe Dosierleistungen, haben eine niedrige Bauhöhe und benötigen kein Nachfüllgerät. Im Allgemeinen fallen bei Dosierbandwaagen geringere Installationskosten an. Sie erfordern jedoch einen höheren Wartungsaufwand als Differential-Dosierwaagen und sind zudem staubanfälliger.

Coperion K-Tron Modular Loss-in-weight feeder

Verwenden Sie Differential-Dosierwaagen für schwierig zu handhabende Materialien oder für eine hohe Genauigkeit bei sehr niedrigen Dosierleistungen

Bei Differential-Dosierwaagen wird das gesamte Dosiersystem kontinuierlich gewogen. Die Gewichtsverlustrate wird so geregelt, dass die gewünschte Dosierleistung erzielt wird.

Da das Dosiersystem regelmäßig entweder manuell oder automatisch nachgefüllt werden muss, können die korrekte Größe des Dosierers sowie die Nachfüllstrategie wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Implementierung sein. Differential-Dosierwaagen eignen sich für die Modularbauweise und für verschiedene Messgeräte, die für das verwendete Material besonders gut geeignet sind.

Typische Messgeräte sind beispielsweise Einzel- oder Doppeldosierschnecken, eine Vibrationspfanne oder (für Flüssigkeiten) eine Pumpe oder ein Ventil. Differential-Dosierwaagen können für schwierige Materialien und sehr niedrige Förderstärken eingesetzt werden.

Ein grosse Auswahl an Dosierern für spezielle Anwendungen

Weitere Informationen über das Dosierer-Sortiment finden Sie auf den folgenden Seiten. Coperion K-Tron hat spezielle Lösungskonzepte für sowohl sehr niedrige als auch sehr hohe Dosierleistungen sowie für Systeme bestehend aus Dosierer-Kombinationen entwickelt. Mehr darüber erfahren Sie unter „Coperion K-Tron Lösungskonzepte für spezielle Anwendungen“