Maßgeschneiderte Lösungen für Gain-in-Weight-Chargendosierung

Chargenstationen, Chargenverwiegung mehrerer Zutaten und Wägesysteme für Chargendosierung bei mehreren Förderzielen

Gain-in-weight batching system illustrationGain-in-Weight-Dosierer werden oft gebraucht, um Schüttgüter in einen Chargenprozess zu dosieren.

In einem üblichen Chargendosierungssystem werden mehrere volumetrische Dosierer eingesetzt, die jeweils für einen Rohstoff oder eine Zutat zuständig sind. Jeder Dosierer trägt nacheinander sein Schüttgut in einen Sammelbehälter ein, der auf einer Waage oder Wägezelle montiert ist.

Das Gewicht des Behälters wird während der sukzessiven Dosierung der einzelnen Zutaten kontinuierlich überwacht. Gewichtsmessungen werden mit den entsprechenden Sollwerten jeder Zutat verglichen.

Wenn das Gewicht einer Zutat sich dem Sollwert annähert, schaltet sich der volumetrische Dosierer auf Feinstrommodus, um das Sollgewicht nicht zu überschreiten. Ist der Sollwert erreicht, wird die Eintrag beendet und der nächste Dosierer gestartet.

Sind alle Chargenzutaten in den zentralen Gain-in-Weight-Behälter dosiert, werden sie in einen Mischer ausgetragen oder direkt zum nachgeschalteten Abschnitt des Prozesses weitergeleitet.

Gain-in-Weight-Chargensysteme mit volumetrischen Dosierern erreichen üblicherweise Genauigkeiten von +/- 0,5 % der maximalen Wägekapazität.

Wenn kleine oder Kleinstmengen an Zutaten mit höherer Genauigkeit hinzugefügt werden müssen, können Differential-Dosierwaagen für die Dosierung eingesetzt werden. In diesen Hybridsystemen erreichen Differential-Dosierwaagen Genauigkeiten von +/- 0,1–0,5 % des Chargen-Sollwerts.

Stationen zur Gain-in-Weight Chargendosierung

Coperion K-Tron Gain-in-Weight Batching Stations handle up to 8 components and 100 recipes.

Die Stationen zur Gain-in-Weight-Chargendosierung von Coperion K-Tron bieten eine flexible und wirtschaftliche Chargenvorbereitung für Anwendungen mit bis zu 8 Komponenten und 100 Rezepturen.

Details zur Chargenstationen

  • Für jeden volumetrischen Dosierer von Coperion K-Tron geeignet, einschließlich Einzel- und Doppelschneckenmodellen, Bulk Solids Pump (BSP) Dosierern und aller anderen PID-Geräte
  • Genaues Wägen über strapazierfähigen 3-Punkt-Wägetrichter
  • Voll funktionsfähige KGIW-Steuerung mit automatischer Rezepturenregelung, mehrzeiligem alphanumerischem Display, konfigurierbaren E/A, integrierter Berichtsfunktion und Gehäuse aus Edelstahl IP65
  • Unterstützt den Anschluss an eine SPS über Interbus-S, Profibus oder DeviceNet
  • Optionale Überwachung über SL oder Ethernet TCP/IP
The elements of a gain-in-weight batching system

Systemelemente

  • KGIW-Regeleinheiten
  • Externe Kommunikation
  • Dosiertrichter
  • Dosierer-Motorantrieb
  • Dosierer
  • Sammelbehälter
  • Wiegesystem
  • Austragung aus dem Sammelbehälter
  • Optional: Durchfluss-Umlenkeinrichtung
  • Optional: Stand/Tragekonstruktion
  • Optional: Saugförderungssystem für Dosiertrichter

Download: Technische Spezifikationen für Chargenstationen


Hauptzutatendosierung bei mehreren Förderzielen

Batch weighing of multiple ingredients

Wenn bei der Chargendosierung eines Hauptbestandteils eine einzelne Zutat an mehrere Stationen geliefert werden muss (die Abbildung oben stellt eine Nahrungsmittelanwendung dar, in der Zutaten an einen Mischer geliefert werden) oder umgekehrt mehrere Zutaten an eine Station geliefert werden müssen, können Wägebehälter mit speziellen Aeropass™-Umlenkventilen eingesetzt werden. Nachdem die vom Luftstrom aufgewirbelte Zutat ihre Quelle – z. B. ein Silo oder einen Schüttgutbehälter – verlassen hat, passiert sie normalerweise zuerst ein Aerolock™-Drehventil und dann bei Bedarf einen Sichter. Anschliessend wird die Zutat mittels eines weiteren Aerolock-Drehventils dosiert und in die Förderleitung eingespeist. Über diese Förderleitung gelangt die Zutat nun zum Aeropass-Ventil oberhalb des Wägebehälters.

Aeropass-Ventil: FunktionsprinzipAeropass diverter valve operating principle Das Aeropass-Ventil beruht auf dem Weichenprinzip und eignet sich somit ideal zum Umlenken der Zutat direkt von der Förderleitung in einen Wägebehälter. Durch die niedrige Bauhöhe des Ventils eignet es sich ideal für Anwendungen auf begrenztem Raum. Wie aus der folgenden Abbildung ersichtlich, beinhaltet das Ventil eine Scheibe, die in der korrekten Position die Austragung von Material in den unter ihr befindlichen Behälter erlaubt. Wenn der Wägebehälter basierend auf der Gewichtsmessung die Vollständigkeit der Charge meldet, wird das Aeropass-Ventil sofort geschlossen. Dadurch kann überschüssiges Material, das sich in der Förderlinie befindet, entweder in den nächsten Prozess oder Wägebehälter oder zurück in die ursprüngliche Quelle befördert werden. Dieser geschlossene Kreislauf gestattet eine effizientere Zutatenförderung mit höherem Gesamtdurchsatz.

Chargenwägung mittels Wägebehältern

scaling system for multi destination batching

Wägebehälter empfangen auf Wägezellen montierte Behälter zur Chargenverwiegung (siehe Abbildung oben). Die Charge verbleibt so lange im Wägebehälter, bis exakt das vorgegebene Gewicht bzw. das gewünschte Zutatenverhältnis erreicht ist. Wägebehältersysteme erreichen üblicherweise Genauigkeiten von +/- 0,5 % der maximalen Wägekapazität. Ist das vorgegebene Gewicht erreicht, fordert der Mischer Zutaten an, eine Drosselklappe öffnet sich und der Wägebehälter gibt das Material ab.